Top-Storys: Marsschluchten, ein riesiges Meerestier und fremde DNA in unserem Genom

In einem Turnabout unterstützt ein wichtiger Kritiker des Kongresses die Begutachtung durch die NSF

Ein politischer Streit, an dem die National Science Foundation (NSF) beteiligt ist und der innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft eine nahezu biblische Bedeutung zukommt, könnte sich einer Lösung nähern. Eine neue Erklärung von Lamar Smith (R (TX), dem Vorsitzenden des Wissenschaftsausschusses im US-Repräsentantenhaus, der NSF überwacht, scheint seine langjährige Kritik an der Gewährung von NSF-Stipendien deutlich abzuschwächen Prozess. Und obwohl erwartet wird, dass ein anderes Kongressgremium nächste Woche bei einer Anhörung dieselbe Beschwerde gegen die Agentur einreicht, ist die Veränderung der politischen Landschaft eine gute Nachricht für US-Wissenschaftler.

Die Erwärmung der Arktis kann an anderen Orten der Welt Hitzewellen verursachen

Durch die globale Erwärmung steigen die Temperaturen in der Arktis doppelt so schnell wie anderswo auf dem Planeten. Einige Wissenschaftler haben vermutet, dass diese sogenannte Verstärkung der Arktis die Zirkulationsmuster, die das Wetter in den USA, in Europa und in Asien beeinflussen, verändern kann und möglicherweise dazu beiträgt, dass die starken Winterstürme und die Tiefgefrorenheit die Luft sprengen mittleren Breiten im letzten Jahrzehnt. Eine neue Studie legt nahe, dass die Erwärmung der Arktis letztendlich auch im Sommer einen Schlag versetzen und möglicherweise zu extremen Ereignissen wie der tödlichen russischen Hitzewelle von 2010 beitragen könnte.

Menschen können mehr als 100 Gene von anderen Organismen beherbergen

Sie sind nicht ganz menschlich, zumindest wenn es um das genetische Material in Ihren Zellen geht. Sie und alle anderen können bis zu 145 Gene besitzen, die aus Bakterien, anderen einzelligen Organismen und Viren hervorgegangen sind und sich im menschlichen Genom heimisch gemacht haben. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die einige der bislang umfassendsten Beweise dafür liefert, dass Gene aus anderen Lebensbereichen im Laufe der Evolutionsgeschichte zu Bestandteilen tierischer Zellen geworden sind.

Das neu entdeckte Meerestier war einst das größte Tier der Erde

Vor fast einer halben Milliarde Jahren war das größte Tier der Erde ein 2 Meter langes Meerestier mit Helmkopf, das sich von einigen der winzigsten Beutetiere des Ozeans ernährte. Die neu beschriebene Art ist eine der größten bisher entdeckten Arthropoden, eine Tierklasse, zu der Spinnen und Krabben gehören. Die gut erhaltenen Überreste der mehrsegmentigen Kreatur geben Hinweise darauf, wie sich die Beine nachfolgender Arthropoden aus den Dutzenden von stumpfen Klappen entwickelt haben, mit denen dieses Tier durch das Wasser getrieben wurde.

Forscher verdoppeln fast die Größe von Arbeiterameisen

Forscher haben die Größe einer Handvoll Florida-Ameisen verändert, indem sie ihre DNA chemisch modifizierten, anstatt ihre kodierten Informationen zu ändern. Die Arbeit ist der jüngste Fortschritt auf dem Gebiet der Epigenetik und kann dazu beitragen, zu erklären, wie die Insekten - trotz ihres hohen Grades an genetischer Ähnlichkeit - zu den verschiedenen Arten von Arbeitern heranwachsen, die in einer Kolonie benötigt werden.

Die Zuckerindustrie prägte die NIH-Agenda für die Dentalforschung

Die Zuckerindustrie überzeugte die US National Institutes of Health (NIH) davon, dass Studien, die die Menschen dazu bewegen könnten, auf zuckerhaltige Lebensmittel zu verzichten, nicht Teil eines nationalen Plans zur Bekämpfung der Karies bei Kindern sein sollten, so eine neue Studie historischer Dokumente. Die Autoren sagen, dass die Aktivitäten der Branche, die vor mehr als 40 Jahren stattfanden, an die Bemühungen der Tabakunternehmen erinnern, die Risiken des Rauchens zu minimieren.

Marsschluchten können vom Wind geschnitzt worden sein

Uralte Schluchten zerkratzen die Oberfläche des Mars, ein Relikt aus einer Zeit vor Milliarden von Jahren, als Flüsse auf der Oberfläche flossen. Aber Wasser ist möglicherweise nicht der einzige Faktor, der diese Schluchten geformt hat - der Wind, der durch sie peitscht, könnte genauso wichtig sein, wie eine neue Studie über Flussschluchten auf der Erde zeigt. Wissenschaftler, die Abgründe in den Anden im Nordosten Chiles studierten, stellten fest, dass der Wind einige Canyons zehnmal schneller schneidet als Wasser. Die Entdeckung kann für das Verständnis des Wasserflusses auf der Oberfläche des alten Mars von Bedeutung sein.